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✓✓✓ Werte dein Outfit mit modischen Schmuckstücken auf!

Manschettenknöpfe

Obwohl es auch Manschettenknöpfe für Damen gibt, sind sie doch immer noch DAS Schmuckstück für den Mann, mit dem er in Sachen Mode und Stil von elegant bis extravagant punkten kann.

Manschettenknöpfe gibt es seit dem 19. Jahrhundert und sie waren im Lauf der Modetrends seit damals immer mal mehr oder weniger beliebt.

In den 70er und 80er Jahren waren sie bei uns weitgehend in der Versenkung verschwunden. Doch seit bekannte Designer sie in den 90ern wieder auf den Laufsteg holten, ist ihr Siegeszug in der Welt des modischen Mannes bis heute ungebremst.

In unserem Manschettenknopf-Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie über Manschettenknöpfe wissen sollten und was Sie beim Kauf von Manschettenknöpfen beachten sollten.

Geschichte des Manschettenknopfs

Laut Duden stammt das Wort „Manschette“ vom französischen Wort „manchette“ ab, das „Handkrause“ bedeutet oder „Ärmelchen“.

Und so wurden Manschettenknöpfe auch erst dann verwendet, als es Manschetten an Hemdsärmeln gab.

Die ersten Hemden in Form einer Tunika gab es schon lange vor der Geburt Christi. Das waren meist bodenlange Gewänder ohne Knöpfe.

Dieses Kleidungsstück wurde im Lauf der Jahrhunderte immer weiter entwickelt und schließlich auch als modisches Objekt entdeckt.

So wurden die sichtbaren Teile des Herrenhemdes – die Ärmel und der Kragen – nach dem Mittelalter mit Halskrausen und Rüschen geschmückt. Damals wurden die Ärmel des Hemdes noch mit Bändern fixiert. Bis zum 17. Jahrhundert wurden die Manschetten der Hemden von geknoteten Seidenbändern zusammengehalten. Zwei Knoten wurden bei diesem Modell durch ein kräftiges Seidenband verbunden.

Diese Seidenknoten waren die ersten Vorläufer des Manschettenknopfes und feiern in den letzten Jahren ein Comeback. Heute sind sie beliebtes Accessoire, weil es sie in vielen Farben und Formen gibt und das Paar schon für unter 5 Euro zu haben ist.

GENTLEMAN: 10 hochwertige multicolor Seidenknoten Manschettenknöpfe -

Ab ca. Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden nach den Seidenknoten Manschettenknöpfe, die aus zwei Metallknöpfen bestanden, die mit einer kleinen Kette verbunden waren.

Diese Manschettenknöpfe sind für Hemden geschaffen worden, deren Hemdmanschetten Doppelmanschetten waren, auch „French Cuff“ genannt. Sie wurden in der Regel von vornehmen Männern getragen.

Der kleine Mann hatte meist einfache Hemdmanschetten, „Barrel Cuff“ genannt, die nur mit einem Knopf geschlossen wurden. Schnell waren auch edlere Varianten als Metallknöpfe auf dem Markt: Goldschmiede verarbeiteten Gold, Silber und Edelsteine zu Manschettenknöpfen, die sich aber nur der Adel leisten konnte.

Ein berühmter Träger von Manschettenknöpfen war Edward VII, der Prinz of Wales, der Ende des 19. Jahrhunderts bunte Fabergé-Manschettenknöpfe trug. Er erregte in der damaligen Modewelt damit sehr viel Aufsehen und sein Stil wurde von vielen Männern kopiert. Damit verhalf Edward VII dem Manschettenknopf zu großem Renommee.

Fabergé, der russische Goldschmied und Juwelier (1846-1920) ist bei uns hauptsächlich durch die Fabergé-Eier bekannt.

Mit etwas Glück findet man alte Fabergé-Manschettenknöpfe auf Auktionen. Auf der aktuellen Fabergé-Website werden auch heute noch Manschettenknöpfe angeboten, die allerdings erst bei einem Preis von mehreren tausend Euro anfangen. Aber schon zu den Zeiten von Edward II konnten sich nur wenige Reiche solche extravaganten Schmuckstücke leisten.

Erst im Zuge der industriellen Revolution wurde der Manschettenknopf so günstig hergestellt, dass er auch für den einfachen Mann erschwinglich war.

Die nächste Neuerung entstand in den USA. Hier wurde von George Krementz gegen Ende des 19. Jahrhunderts der sogenannte Klapp-Knebel erfunden. Das ist auch heute noch eine gängige Form des Manschettenknopfes.

Übrig geblieben ist bei diesem Modell nur noch EIN Knopf, der auf der sichtbaren Seite der Manschette getragen wird. Gehalten wird dieser Knopf durch einen drehbaren Bügel, der durch das zweite Knopfloch der Manschette gezogen wird und die Manschette auf der Rückseite verschließt.

Wie im deumer-blog zu lesen ist, wird die Erfindung einer dritten Variante des Manschettenknopfes Wilhelm Conze zugeschrieben, dem Sohn einer Seidenweberfamilie aus dem Bergischen Land. Er übernahm im Jahr 1905 die damalige Abzeichenfabrik Wilhelm Deumer in Lüdenscheid und begann die sogenannte Deumer-Furnitur zu entwickeln.

Hier werden wieder zwei Knöpfe verwendet. Aber diese werden mit einem festen Steg verbunden. Der rückseitige Knopf wird auf die ungefähre Größe eines normalen Hemdenknopfes reduziert, ist aber immer noch groß genug, um z.B. eine Gravur anzubringen.

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Die Manufaktur Deumer gibt es heute noch, neben Manschettenknöpfen werden auch Smokingknöpfe, Geldscheinklammern und Kragenstäbchen hergestellt.

 

Die 20er-Jahre waren die nächste Glanzzeit des Manschettenknopfes. Damals gab es sie in allen denkbaren Farben, Formen und Materialien. Besonders beliebt waren emaillierte Modelle.

Manschettenknöpfe wurden auch von großen Juwelieren wie Cartier und Tiffany hergestellt, die sich von Kunstrichtungen wie dem Kubismus oder dem Art-Deco zur Kreation ihrer Modelle inspirieren ließen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und verbunden mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der 50er-Jahre war der Manschettenknopf wieder sehr gefragt. Der elegante Gentleman punktete modisch durch das Tragen von Manschettenknöpfen, oft auch in Kombination mit Krawattennadel und Zigarettendose.

In den 60ern war es für den Dandy von Welt immer noch ein modisches „Muss“, Manschettenknöpfe zu tragen, während sich die Hippies und Blumenkinder von gesellschaftlich akzeptierten Modeidealen abwendeten und ihren eigenen Stil schufen.

Der Manschettenknopf war bei vielen Jüngeren komplett out und viele Männer trugen in den 70er Jahren kaum noch Hemden mit Doppelmanschetten sondern verlegten sich auf Hemden mit einfachen Knopfmanschetten.

Das änderte sich erst wieder in den 90ern, als namhafte Designer die Manschettenknöpfe zurück auf den Laufsteg holten, und der Manschettenknopf für den modebewussten Mann wieder ein „Must-Have“ wurde.

Heute gibt es ein breitgefächertes Angebot an Manschettenknöpfen, in allen Formen, Farben und Materialien. Da ist vom einfachen Seidenknoten für kleines Geld bis zum Luxusmodell aus Weißgold und mit Diamanten besetzt für mehrere Tausend Euro alles zu haben.

Was sollten Sie beim Kauf von Manschettenknöpfen beachten?

Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen zwei Herangehensweisen.

Entweder Sie kaufen sich Manschettenknöpfe nach optischen Kriterien, hier haben Sie in dem riesigen Angebot nur die Qual der Wahl. Es gibt sie in allen denkbaren Formen – rund, eckig, oval und in allen Regenbogenfarben. Mit Gravur, oder ohne. Dezent und elegant oder auffällig und extravagant.

Und was die Auswahl der Materialen wie Stein, Holz, Horn, Glas, Metall, Platin oder Edelmetalle angeht, bestimmt neben Ihrem persönlichen Geschmack nur noch die Höhe Ihres Budgets, für was für ein Modell Sie sich entscheiden. Das Angebot reicht vom Seidenknoten für unter 5 Euro bis zu Designer-Modellen, deren Preisgrenzen nach oben durchaus offen sind.

Falls Sie als Auswahlkriterium die leichte Handhabung der Manschettenknöpfe im Auge haben, stellen wir Ihnen hier noch einmal die gängigsten Modelle vor:

 

  • Knebelverschluss

 

Der Manschettenknopf hat auf der Rückseite einen feststehenden Bügel, an dem ein ovales Metallstück angebracht ist, da sich drehen lässt. Zum Anbringen des Manschettenknopfes wird das drehbare Metallstück an den Bügel geklappt, dann durch die Knopflöcher der Manschette geführt und wieder ausgeklappt. Wegen seiner Form wird dieser Verschluss auch Walschwanzverschluss genannt.

  • Kugelverschluss

Die Manschette wird durch eine abschraubbare Kugel zusammengehalten

  • Hinterer Kugelverschluss

 An der Rückseite des Manschettenknopfes befinden sich zwei Stangen, die eine Kapsel von der Form einer Patrone halten. Sobald der Manschettenknopf durch die Knopflöcher geführt worden ist, kann man die Kapsel horizontal kippen und die Manschette damit verschließen.

  •    Feststehender Verschluss

Der Manschettenknopf wird durch einfaches Verdrehen durch das Knopfloch geführt

  • Kettenverschluss

Die schwierigste Variante. Die Kette, die die beiden Knöpfe verbindet, muss durch das Knopfloch gezogen werden.

Beim heutigen Angebot von Manschettenknöpfen ist dieses Modell aber kaum noch zu finden.

TIPP:

Falls sich Ihre Finger beim Anlegen der Manschettenknöpfe doch verknoten sollten, gibt es im Internet auch zahlreiche Videos, die die richtige Handhabung zeigen.

Welche Hersteller und Marken von Manschettenknöpfen gibt es?

Unzählige. Wenn Sie Manschettenknöpfe googeln, erhalten Sie 3.680.000 Ergebnisse in 0,59 Sekunden.

Vom Do-it-yourself-Portal über Manufakturen bis zum bekannten Designer ist wirklich alles dabei. Wir nennen im Folgenden nur die bekanntesten Namen:

  • Armani
  • Calvin Klein
  • Tommy Hilfiger
  • Joop
  • Oliver
  • Hugo Boss
  • Esprit
  • Tiffany
  • Cartier
  • Thomas Sabo
  • Seidensticker
  • Montblanc

Modevorschriften

Für den Gentleman von Welt gibt es diverse Kleidungsvorschriften, die auch das Tragen von Manschettenknöpfen thematisieren. Wenn Sie sich für diese Regeln interessieren, gibt es im Internet zahlreiche Blogs und Artikel, die sich damit beschäftigen, welche Manschettenknöpfe man zu welchem Outfit tragen sollte – und was modische No-Gos sind.

Wenn Sie keinen Wert auf Kleidungsvorschriften legen, dann kaufen Sie sich einfach die Manschettenknöpfe, die Ihnen am besten gefallen und tragen Sie, wann immer Sie das möchten!

Zu welchem Hemd können Sie Manschettenknöpfe tragen?

Die heutzutage üblichste Manschette ist die sogenannte Sportmanschette. Sie besteht nur aus einer Lage und wird mit normalen Knöpfen, die bereits angebracht worden sind, verschlossen. Bei diesem Hemdentyp können Sie keine Manschettenknöpfe verwenden.

Manschetten können Sie in erster Linie bei folgenden Manschetten benutzen:

  • Hemden mit Umschlagmanschette

Die Umschlagmanschette wird auch Doppelmanschette genannt, da sie aus einer doppelten Stofflage hergestellt wird. Die zweite Lage wird über die erste Lage geklappt, die Knopflöcher übereinander gelegt. Dann wird die Manschette mit Manschettenknöpfen befestigt

  • Hemden mit Kombimanschette

Die Kombimanschette wurde aus der Sportmanschette entwickelt. Sie ist einlagig und hat sowohl einen Knopf, als auch einander gegenüberliegende Knopflöcher. Dieses Modell können Sie wie die einfache Sportmanschette mit dem angenähten Knopf verschließen, oder Sie können Manschettenknöpfe verwenden.

Wie bewahren Sie Manschettenknöpfe auf?

Wenn Sie sich für das günstige Seidenknoten-Modell entschieden haben, ist die Anschaffung einer Manschettenknopf-Box natürlich nicht nötig. Und wenn Sie nur ein oder zwei Paar Manschettenknöpfe besitzen, können Sie diese natürlich in dem Etui aufbewahren, in dem Sie sie gekauft haben.

Aber wenn Sie auf den Geschmack gekommen sind und sich mehrere Manschettenknöpfe zugelegt haben, womöglich auch noch welche aus den höheren Preisklassen, dann empfiehlt sich die Anschaffung einer Manschettenknopf-Box.

Mit so einer Manschettenknopf-Box haben Sie nicht mehr lauter kleine Etuis in einer Schublade herumliegen, sondern Sie können hier Ihre Schätze übersichtlich und vor Staub geschützt lagern.

Wo können Sie Manschettenknöpfe kaufen?

Beim Juwelier Ihres Vertrauens oder im Internet. Bei Ihrem Juwelier können Sie die Schmuckstücke nicht nur sehen, sondern sie auch anfassen und sich vor Ort auch gleich den Gebrauch zeigen lassen. Und Sie können in der Regel sicher sein, dass ihre Manschettenknöpfe auch wirklich aus echtem Gold oder echtem Silber hergestellt sind. Denn der Juwelier sollte Ihnen ein Echtheitszertifikat ausstellen.

Dafür ist das Angebot des Juweliers natürlich beschränkter als im Internet.

Dieses Risiko ist auf Auktionsportalen am höchsten. Schützen können Sie sich hier am besten, indem Sie auf die Bewertungen des Verkäufers achten und – gerade bei wertvollen Manschettenknöpfen – die Artikelbeschreibungen sorgfältig lesen und sich die Fotos genau ansehen. Kommen Ihnen die Fotos schon seltsam vor und sind die angebotenen Manschettenknöpfe erstaunlich billig, sollten Sie lieber die Finger davon lassen.

Wenn Sie direkt beim Hersteller oder in einem Onlineshop kaufen, sollten Sie auf „Trusted Shops“ achten. Bei wertvollen Manschettenknöpfen aus Gold oder Silber sollte der Verkäufer auch immer ein Zertifikat ausstellen.

Und beim Versand gilt es zu beachten, dass wertvolle Manschettenknöpfe vom Verkäufer versichert verschickt werden sollten.

Fazit

Wenn Sie sich Manschettenknöpfe zulegen wollen, haben Sie im Prinzip nur die Qual der Wahl. Es gibt sie in allen möglichen Formen und  Farben. Da ist vom eleganten und schlichten Modell – ob mit oder ohne Gravur- bis zu Sportmotiven und Tierfiguren wirklich alles im Angebot.

Es gibt sie aus allen möglichen Materialien und Materialmixen:

Stein, Holz, Horn, Glas, Silber, Gold, Platin, mit Halbedelsteinen, Edelsteinen oder Diamanten.

Genauso vielfältig wie das Angebot sind auch die Preise:

Bunte Seidenknoten gibt es schon unter 5 Euro, bei Modellen von bekannten Designern sind Preise von mehreren hundert bis zu mehreren tausend Euro möglich – je nach Material.

Sie können mit Manschettenknöpfen einfach nur einen modischen Akzent setzen  und genau das Modell tragen, das Ihnen gefällt.

Oder Sie können sich zum Modeexperten entwickeln und sich genau über Bekleidungsvorschriften für den eleganten Mann informieren, die auch genau festlegen, welche Manschettenknöpfe zu welchem Anlass getragen werden sollten und mit was für anderen Schmuckstücken man sie kombinieren darf.

In beiden Fällen werden Sie viel Spaß mit Ihrem neuen Schmuckstück haben!
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