Skip to main content

✓✓✓ Werte dein Outfit mit modischen Schmuckstücken auf!

Allgemein

Ohrstecker sind die dezente Variante des Ohrschmucks. Sie sind leicht an zu bringen und zeichnen sich durch gute Haltbarkeit im modernen Alltag aus. Das breite Sortiment bietet für jeden Anlass das passende Modell: elegante Ohrstecker für das Business-Meeting, glanzvolle Ohrringe für die Cocktailparty oder aber außergewöhnliche Ohrhänger, die in der richtigen Kombination zum Highlight des Outfits werden können. Diskret, klassisch und in der Regel herrlich unaufdringlich sind Ohrstecker sowohl bei Jung als auch Alt gleichermaßen gefragt. Das Accessoire wird lediglich mit einem Stecker am Ohr befestigt und ein einfacher Verschluss sichert die Ohrringe schließlich ab, sodass einem ungewollten Verlust vorgebeugt wird.

Geschichte der Männerohrstecker

Gerade Ohrringe für Männer kaufen ist oft nicht so einfach, da viele Shops hauptsächlich auf Damen Ohrringe spezialisiert sind. Viele der Ohrstecker sind dennoch Herren und Damen geeignet, können also je nach Wunsch und Geschmack auch von beiden Geschlechtern getragen werden.

Bis zum Ende des Ancien Régime, gibt es nur einige wenige Nachweise für den Gebrauch des Männerohrrings, und zwar überwiegend im Adelsmilieu. Einige Exemplare finden sich auf Gemälden von François Clouet. Es wird allerdings gemeinhin angenommen, dass Seeleute und Mitglieder des Militärs ihn häufiger getragen haben. Zur städtischen, bürgerlichen Mode gehörte er zumindest nicht. Die Intention des Tragens eines Ohrrings bei Seeleute hat man damit begründet, dass die Kosten eines christlichen Begräbnisses für einen unbekannten Ertrunkenen mit seinem goldenen Ohrring beglichen werden sollten.

Erst mit der französischen Revolution, scheint neben der Röhrenhose der Matrosen auch deren Ohrring als demonstratives Zeichen revolutionärem Standpunktes salonfähig geworden zu sein. Auf das französische Vorbild ist zurückzuführen, dass auch in Deutschland (hauptsächlich aber in süddeutschen Regionen) etwa zwischen 1810 und 1850 in allen Städten Ohrringe getragen wurden. Auf vielen Gemälden des ersten bayerische König Maximilian I. Joseph fallen beispielsweise Ohrringe auf beiden Seiten auf. Aus dieser Zeit stammt auch die Annahme, die Bezeichnung „Schlitzohr“ sei aus dem Brauch abgeleitet, ungebührliches Verhalten mit Ausreißen des Ohrrings zu bestrafen. Diese Behauptung ist dennoch unbelegt und eher unwahrscheinlich. Auf dem Land galten Ohrring und Ohrschraube als präventiver Schutz gegen Krankheiten besonders der Augen.

Seit den 1970er Jahren nahm das Tragen von Ohrsteckern bei Jungen und Männern zu. Angeblich trugen heterosexuelle Männer ihren Ohrring links, homosexuelle Männer dagegen rechts. Später, etwa seit Ende der 1980er Jahre, wurde bei Männern das Tragen des Accessoires in beiden Ohren beliebt. Diese Popularisierung wurde im Wesentlichen von der damaligen Jugendkultur geprägt. Inzwischen sind Männerohrringe nichts Unübliches mehr, das links- bzw. rechtsseitige Tragen hat ebenfalls seinen Zeichencharakter verloren.

Material

Schmuckstücke am Ohr haben eine lange Historie. Die Ohrstecker wurden in vielen Kulturen von beiden Geschlechtern gerne getragen. Auch war es üblich, dass die Träger ihre Ohrlöcher sogar weiten, wohingegen sich in Europa das ganz normale Ohrloch etabliert hat. Waren zunächst Holz und Metall in Kombination mit Steinen und Blumen sehr beliebt, so kennt die Materialvielfalt gegenwärtig fast keine Einschränkungen mehr.

Heutzutage gibt es Ohrstecker in den verschiedensten Ausführungen. Seit dem klassischen Modell sind Formen, Farben und auch die Länge der Stecker vielfältiger geworden. Mit acht bzw. zehn Zentimetern reichen einzelne Modelle bis auf den Hals hinab. Nicht nur alle erdenklichen Farben und Formen kann man in diesem Fall entdecken, auch glamouröse Materialien wie beispielsweise Diamanten und Perlen sind keine Seltenheit mehr. Selbst ungewöhnliche Kundenwünsche wie Federn oder Glas werden von Designern perfekt in Szene gesetzt. Die Auswahl qualitativ hochwertiger Materialien ist breit gefächert und reicht von 316L Chirurgenstahl über 925er Sterling Silber (auch vergoldet) bis hin zu Gold- und Titanohrstecker. Egal ob mit eindrucksvollen Zirkonia Steinen, markanten Edelsteinen, zart schimmernden Perlen, kunstvoll gearbeitete Ohrstecker in klassischen Formen wie Herz, Kreuz & Co. oder festlich funkelnde Diamantohrstecker.

316L Chirurgenstahl

1994 wurde Chirurgenstahl als Ersteinsatz nach den neuen EU-Richtlinien verboten. Die Begründung war, dass Chirurgenstahl nickelhaltig ist. Nicht beachtet hierbei wurde allerdings, dass der Stahl zwar Nickel enthält, dieser aber durch den Chromoxidmantel nicht ausdringen kann, der zudem noch einen antiallergischen Zweck erfüllt. So wurde das Verbot am 27.09.2004 geändert und Chirurgenstahl als Ersteinsatz wieder erlaubt. Es hat darüber hinaus eine Oberflächengüte, an die Titan oder andere Werkstoffe nicht herankommen können, egal wie qualitativ hochwertig diese verarbeitet worden sind. Daher können sich Mikrobakterien, welche zu Entzündungen und Überempfindlichkeiten führen können, nicht absetzen. Chirurgenstahl ist immer eine Eisenlegierung mit mehr oder weniger Nickelgehalt. Dennoch werden keine „Nickelsalze“ an den Körper abgegeben sodass auch kein „Nickelkontakt“ Dermatitis verursachen kann.

925er Sterling Silber

Der Name bezieht sich auf das britische Pfund Sterling, Sterlingsilber war das Münzmaterial der frühen englischen Silberpennies, der sogenannten „Sterlinge“. Gebräuchlich ist das Sterlingsilber heutzutage bei Silberschmuck, -münzen, -medaillen, -pokale, -besteck, Querflöten und Lackierungen von Leichtmetallfelgen verwendet. Verglichen mit reinem Silber hat es eine etwas rötlichere Farbe und ist von härterer Beschaffenheit. Der Kupfergehalt reduziert die Gefahr des „Spratzens“ (Gasaustritt beim Erstarren geschmolzener Metalle) und erhöht die Härte des Silbers.

Gold

Für Goldmodelle sollten nur die Grade 14k und 18k verwendet werden. Geringere Grade können allergische Reaktionen hervorrufende Bestandteile enthalten und höhere Grade sind wiederum zu weich.

Zudem sollte Goldschmuck generell nicht mit Alkohol oder anderen aggressiven Chemikalien gereinigt werden.

Titan

Moderner Titanschmuck ist bedeutend robuster, strapazierfähiger und unempfindlicher im Gegensatz zu Gold- oder Silberschmuck, was ihn zu einem attraktiven Begleiter für alle aktiven Herren von heute macht. Auch beim Thema Tragekomfort punktet Titanschmuck in jeder Hinsicht, weil das angenehm leichte Material kaum spürbar ist und es aufgrund seiner besonderen Hautverträglichkeit sogar für Allergiker und andere Menschen mit empfindlicher Haut geeignet. Zudem ist Titanschmuck pflegeleicht, korrosionsbeständig und temperaturunabhängig, so dass man auf lange Hinsicht gesehen keine Probleme mit diesem Material haben wird.

 

Kunststoff

Dem Bereich des Modeschmucks zuzuordnen sind außerdem Ohrstecker aus Kunststoffen, die in ganz unterschiedlicher Farbe und Form daherkommen und oftmals besonders innovativ designt sind. Von Ohrsteckern aus Plastik wird allerdings abgeraten, vor allem wenn die Herkunft unklar ist. Wenn die Temperaturen sinken, neigt Plastik dazu sich zu verbiegen oder auch zu splittern. Verglichen mit Markensteckern aus qualitativen hochklassigen Materialien wie Echtgold oder Titan, rentiert sich die meist preiswertere Alternative Kunststoff nicht.

Vorsicht beim Kauf von Schmuckohrringen außerhalb Deutschlands

In Deutschland ist zu nickelhaltiger Schmuck per Gesetz verboten (siehe 316L Chirurgenstahl).

Männer mit empfindlicher Haut können sich also sicher sein, dass sie auch bei Ohrringen keinerlei Bedenken bezüglich Nickel haben müssen, da in Deutschland alle verkauften Ohrstecker gemäß gesetzlicher Bestimmungen nickelfrei sind. Aber in vielen anderen Ländern, auch in der EU wie z.B. in Großbritannien, wird nach wie vor zu nickelhaltiger Schmuck verkauft. Besonders gefährlich sind Ohrringe und alle Arten von Piercing-Schmuck, die in einer Weise in der Haut getragen werden. Sie können Allergien und sogar heftige Entzündungen auslösen. Deshalb sollten man bei empfindliche Haut und möglicher Neigung zur Überempfindlichkeit, im Ausland besser keinen Schmuck kaufen.

Der richtige Zeitpunkt für die ersten Ohrringe

In südlichen Ländern ist es üblich, Kindern (meist Mädchen) bereits im Säuglingsalter Ohrlöcher zu stechen und sie Ohrringe tragen zu lassen. In Deutschland und den nordeuropäischen Ländern dagegen wird oftmals bis zur Einschulung oder gar bis zur Kommunion oder Konfirmation damit gewartet. Der Zeitpunkt ist abhängig von den jeweiligen Gepflogenheiten eines Landes und der jeweiligen Kultur. Die Ohrlöcher für die Ohrringe sollte entweder bei einem Juwelier oder bei einem Arzt, auf keinen Fall selbst, gestochen werden.

Beim Arzt wird das Ohrläppchen zu Beginn durch eine Vereisung örtlich betäubt. Anschließend wird mit einer Kanüle das Ohrloch gestochen. Der Ohrstecker, idealerweise aus Chirurgenstahl, oder einer hochwertigen Goldlegierung wie 585/000 oder 750/000, muss in den meisten Fällen selbst mitgebracht werden, wird dann in der Arztpraxis sterilisiert und in das Ohrloch eingeführt.

Beim Juwelier hingegen wird das Ohrläppchen zunächst mit einem Alkoholtupfer desinfiziert. Das zukünftige Ohrloch wird dann mit einem speziellen Filzstift markiert. Danach wird ein Ohrring aus antiallergischem Chirurgenstahl in eine Ohrlochpistole gespannt. Abschließend wird das Ohrläppchen zwischen den Ohrstecker und die hintere Halterung geschoben und mit der Betätigung des Abzughebels der Ohrstecker ins Ohrläppchen geschossen.

Die frischen Ohrlöcher brauchen etwa 4-8 Wochen zum Verheilen. In dieser Zeit sollten die Ohrringe dauerhaft getragen, aber alle paar Tage kurz zur Reinigung herausgenommen werden. Oftmals wird auch die tägliche Anwendung eines flüssigen Antiseptikums angeraten.

Worauf man bei der Auswahl von Schmuckohrsteckern achten sollten:

Ohrstecker rahmen ein Gesicht ein und werden von dem Gesprächspartner auch viel deutlicher und nachdrücklicher wahrgenommen als ein anderes Schmuckstück wie z.B. eine Kette oder ein Ring. Schmuckdesigner sind sich dessen bewusst und achten bereits bei ihren Entwürfen darauf, dass eine harmonische Symmetrie verliehen wird.

Man muss bei der Entscheidung des Ohrsteckermodells immer bedenken, dass die Ausführung zu vielem passen muss, z.B.:

  • zu der Haarfarbe
  • zu der Augenfarbe
  • zu der Gesichtsfarbe / Hautfarbe
  • zu der Garderobe und dem Kleidungsstil

Deshalb sollten man immer ganz bewusst auswählen und auch darauf achten, dass die Ohrstecker farblich zur Haarfarbe und natürlich auch zur Augen- und Hautfarbe passen. Auch der Trageanlass spielt keine unbedeutende Rolle: zu große und / oder zu extravagante Ohrringe werden in vielen, eher konservativen Geschäftsbereichen wie z.B. Banken und Versicherungen nicht allzu gerne gesehen. In Modegeschäften hingegen können solche Accessoires durchaus passend und sehr stilvoll sein.

Dennoch haben Männer gegenüber Frauen das Problem, dass man meist ohne die Hilfe von Anhängern auskommen muss. Das heißt, dass man beispielsweise bei einem runden oder herzförmigen Gesicht, die Längenbetonung die durch Anhänger erzeugt wird, wenig bis gar nicht nutzen kann ohne gleich absonderlich zu wirken.

Der Ohrschmuck sollte das gesamte Erscheinungsbild vervollständigen

Selbstverständlich kommt es bei echtem Ohrschmuck nicht nur auf das Material und auf die Gesichtsform an, sondern vor allem auf das Gesamtbild das vermittelt werden soll.

So müssen die Ohrringe auch zu der jeweiligen Haarfarbe, Haarschnitt und dem restlichen Styling passen. Wenn man zum Beispiel Goldringe oder eine Goldkette trägt, sollte der Ohrschmuck entsprechend angepasst werden. Dann wirkt der Gesamteindruck eleganter.

Eine weitere wichtige Rolle spielt jedoch auch die Frisur. Bei einer kecken Kurzhaarfrisur können Silberohrringe zum Beispiel sehr elegant wirken und machen den durch die kurzen Haare eher sportlichen Look edel und schnittiger. Bei einer Kurzhaarfrisur kann man jedoch im Prinzip alle Ohrringe tragen, denn mit dieser Frisur kommen sogar die kleinsten Stecker zur Geltung. Auch auf die Haarfarbe sollte man bei der Wahl von Ohrringen Rücksicht nehmen. Bei blonden oder braunen Haaren kann man jede Art von Ohrringen tragen, die auch zu dem eigenen Gesicht passen. Bei gefärbten Haaren, die eine unnatürliche Farbe haben, sollten man darauf achten, dass die Farbe des Ohrschmucks, zum Beispiel durch bunte Edelsteine, sich nicht mit der Haarfarbe beißt.

Achten sollte man besonders darauf, dass bei auffällig gefärbten Haaren die Haarfarbe den Schmuckstücken nicht die Show stiehlt, sodass die Ohrstecker gar nicht zu Geltung kommen würden. Hier sollten man vielleicht sogar zu einfachen, goldenen oder silbernen Ohrringen greifen, die keine bunten Edelsteine verarbeitet haben, sondern höchstens glänzende Diamanten. Denn diese geradlinigen Ohrringe stellen einen sehr großen Kontrast zu der Haarfarbe dar, sodass Haarfarbe und Ohrringe perfekt zusammenwirken können. Jedoch ist letztendlich der persönliche Eindruck und Geschmack entscheidend. Man muss sich mit dem Schmuck wohlfühlen.

Daher sollte man sich vorher gut überlegen, zu welcher Art von Ohrschmuck man tendiert. Wichtig ist genau zu überprüfen, ob es sich um Mode- oder Echtschmuck handelt und sich erst im Nachhinein für einen Kauf entscheiden. Sollte man allerdings unsicher sein, ob es sich um Echtschmuck handelt, sollte man sich unter gar keinen Umständen davor scheuen, den Verkäufer zu kontaktieren. Wenn bereits ein Schmuckstück gekauft wurde, jedoch noch Zweifel an der Echtheit besteht, sollten man sich auf jeden Fall von einem Fachmann beraten und absichern lassen. Denn nur ein Schmuckexperte kann mit hundertprozentiger Sicherheit feststellen, ob es sich um wertvollen Echtschmuck oder um einfachen Modeschmuck handelt.

 

Fazit

Als Accessoire kann man Ohrstecker vielseitig einsetzen. Die einzigartigen Schmuckstücke eignen sich sowohl für einen glamourösen Auftritt in der Menge als auch im Alltag. Gerade die kleinen Stecker sind ideal, wenn man nicht auf Schmuck verzichten möchte und es dennoch praktisch liebt. Direkt am Ohr bringen sie die Ohrläppchen stets stilvoll zum Glänzen, sodass das Gegenüber gar nicht anders kann, als hinzusehen.

Mit ihrer geheimnisvollen Ausstrahlung sind diese Modelle, die optimale Ergänzung zur Abendgarderobe. Auch für Feste und Feierlichkeiten sind die Ohrstecker mit ihrem extravaganten Charisma wie gemacht und gelten inzwischen als trendiger Modeschmuck. Elegant und luxuriös zeigen sich die Stecker aber auch wegen ihrer vielfältigen Farbauswahl, die über Goldschmuck und Silberschmuck hinaus für jeden Geschmack etwas bereithält.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (45 votes, average: 4,60 out of 5)
Loading...